Kommentar zu Shanghai 2009: Hier spielt die Musik
Hier ist der Markt. Hier erleben die Hersteller selbst in diesen schwierigen Zeiten noch Wachstum, auch wenn das - wie in Deutschland - zur Zeit künstlich hochgehalten wird. Dennoch bleibt es eine Tatsache, dass China schon in absehbarer Zeit der größte Automobilmarkt der Welt sein wird. Alle werden sich an ihm ausrichten, auch die Japaner.
Allerdings fehlt Shanghai zur wirklich internationalen Messe noch die Internationalität. Die Welt wird so schnell nicht Chinesisch lernen, dass jedermann mit chinesischen Typenschildern und Werbeunterlagen zufrieden sein könnte. Der Markt verlangt nach Englisch.
Auch die Medien werden sich auf Shanghai einstellen müssen. Es fiel auf, dass trotz der Größe der Messe und trotz des überwältigenden Angebots auch chinesischer Hersteller die internationalen Medien kaum einen Tag in die Berichterstattung aus Shanghai investierten. Am zweiten Pressetag bevölkerten nur noch Chinesen das Pressezentrum. Das wird der heute schon spürbaren internationalen Bedeutung dieser Messe nicht gerecht.
Ein bisschen mehr Rücksichtnahme auf die Besucher - besonders an den Pressetagen - sei den Organisatoren anempfohlen. Es hilft weder den Ausstellern, noch den Medienvertretern und auch nicht den Besuchern, wenn sich die einzelnen Aussteller gegenseitig niederschreien, auch wenn die Mädels, die zur lauten Musik auf en Ständen tanzen, noch so hübsch sind. (ar/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 21.04.2009
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