Kommentar: Umweltzone? Fragen wir doch mal Fachleute!
Niedersachsens Umweltminister Hans-Heinrich Sander (FDP) hatte der Stadt Hannover verboten, die Innenstadt für alle Fahrzeuge ohne grüne Plaketten zu sperren. Jetzt haben sich die Stadt und der Minister auf eine Vorgehensweise geeinigt. Die Umweltzone bleibt erhalten. Aber im ersten Halbjahr bleiben die Gelben und Roten noch ungeschoren. Zeitgleich soll eine Grundsatzdiskussion über die Umweltzone geführt werden - ergebnisoffen.
Generös beugt sich die DUH diesem Kompromiss. Aber sie kann es nicht lassen. Ihr Geschäftsführer Jürgen Resch kündigte jetzt an, vom Montag an werde die DUH wieder die Autofahrer in Hannover kontrollieren und Plakettensünder melden. DUH-Anwalt Remo Klinger legte noch einen drauf und droht einen weiteren Prozess an, sollten die Kontrollen der Behröden zu lachs ausfallen. So kurz ist der Weg vom Umweltschutz zu Denunziantentum und Amtsanmaßung.
Hannover darf sich auf die ergebnisoffenen Plaketten-Diskussionen freuen. Dieses Mal soll sogar Wissenschaftler daran beteiligt werden. CDU und FDP im Rat finden das gut. Und selbst die SPD begrüßt eine Grundsatzdebatte. Die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" zitiert die SPD-Fraktionsvorsitzende im hannoverschen Rat: "Das sich jetzt Fachleute zusammensetzen, ist vernüftig." Wer hat denn die aktuelle Situation in Sachen Umweltzonen geschaffen? Nur DUH und die Grünen? (ampnet/Sm) Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 27.02.2010
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