Kommentar: Viel Erfolg!
Da belegen die Franzosen große Sport Utility Vehicle (SUV) mit einer enorm hohen Strafsteuer. Mal sehen, ob das so bleibt, wenn sich nun auch der französische Hersteller PSA aufmacht und ebenfalls versucht, in das Feld der großen Premium-SUV aufzusteigen, auf dem bisher vorwiegend der Deutschen in Frankreich Erfolg hatten.
Da fordert der griechische Umweltkommissar Stavros Dimas von Deutschland die Einhaltung der Kyoto-Ziele. Zwar hat Deutschland mit 80 Millionen Tonnen CO2 Reduktion die Ziele nicht erreicht, aber Frankreich hat überhaupt nicht reduziert und das Heimatland von Stavros gleich ein Viertel mehr Kohlendioxid in die Atmosphäre geblasen. Vielleicht stellt der Grieche als Bürger eines Landes ohne Autoproduktion deswegen die deutsche Automobilindustrie und die gesamte deutsche Wirtschaft an den Pranger.
Da verabreden in Berlin der französische Präsident und der Bundeskanzler Gerhard Schröder die Einführung des Diesel-Rußfilters, was natürlich vom Autokäufer bezahlt werden muss. Diese Vereinbarung wird prompt umgesetzt und öffnet damit den französischen Autos kurzfristig Tür und Tor auf den Markt in Deutschland. Jetzt statten deutsche Hersteller ihre Diesel so gut wie alle mit Filtern aus, die Franzosen allerdings nicht. In Deutschland bleiben die Kosten und der Imageschaden für die deutschen Hersteller.
Da fordern Politiker den "Hybridmotor", manche wollen sogar das Verbot des Benzinmotors und beweisen damit, dass viele Politiker nicht wissen, worüber sie gerade sprechen. Und die Japaner lachen sich in aller Stille ins Fäustchen, weil es ihnen gelungen ist, den Dieselmotor in Misskredit zu bringen. Hatten sie doch eigentlich nur einen Antrieb entwickeln wollen, der dem Diesel bei Kraftstoffverbrauch und CO2-Emission nicht mehr um rund ein Viertel unterlegen ist. Und ausgerechnet die Bürger des Landes mit den größten Erfolgen bei der CO2-Reduktion klagen nun ihre eigene Industrie an, die einen Großteil hierzulande zur positiven Bilanz beim CO2 beigetragen hat.
Da können sogenannte Öko-Aktivisten - von der Politik nicht nur unwidersprochen, sondern auch noch unterstützt - Behauptungen in die Welt setzen, die mit Tatsachen nur wenig gemein haben, aber die allgefällige Vorurteile bedienen. Diese verkorkste Lage beim Image der Automobilindustrie ist das dickste Brett, dass der neue VDA-Präsident zu bohren hat. Dabei wünschen wir ihm eine glückliche Hand. Dass er die Automobilindustrie auf dem Gebiet der Industriepolitik gegen Länder wie Frankreich und Kommissare wie Dimas gut vertreten kann, steht außer Zweifel. (ar/Sm) Letzte Änderung: 26.03.2007
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