Kommentar: Voll daneben

Mal wieder eine neue Idee zur Besteuerung von Fahrzeugen hat der Verein Deutsche Unmwelthilfe (DUH) heute in den medialen Ring geworfen. Danach soll die Fläche eines Autos Grundlage für eine Steuer sein, die den CO2-Ausstoß der Personenwagen steuert. Wenn sie doch geschwiegen hätte.

Eine solche Steuer gibt es in der Tat schon in den kleinen Niederlanden mit seinen Puppenstuben-Ortschaften, die nie für den Kraftfahrzeugverkehr gedacht waren. Da macht es Sinn, kleine Autos zu fördern. Die passen dann wenigstens in die engen Gassen.

Um den CO2-Ausstoß zu verringern ist dieser Weg - wie so viele andere aus dem "Morgenthau-Plan" der DUH gegen das Auto - schlicht aberwitzig. Dann würden Fahrzeuge mit der gleichen Grundfläche auch gleich besteuert, einerlei, ob sie von einem kleinen, sparsamen und sauberen Vierzylinder-Diesel mit extrem geringem Verbrauch oder von einem Achtzylinder-Benziner angetrieben werden, der gern schon einmal einen Kanister voll Sprit zusätzlich pro 100 Kilometer verbraucht.

Sonst kämpft die Truppe um DUH-Geschäftsführer Jürgen Resch doch immer mit Hauen und Stechen gegen die großen Geländewagen und Sport Utility Vehicles (SUV). Es hätte ihnen auffallen sollen, dass gerade die bei seinem neuesten Vorschlag günstig wegkommen. Denn in aller Regel ist der Grundfläche eines SUV kleiner als die vergleichbarer Limousinen. SUV bauen hoch und nicht in die Länge.

Folgte man dem Flächen-Vorschlag, wäre Steuerflucht einfach: Man wählt sich ein SUV, dessen Grundfläche noch zum Geldbeutel passt und entscheidet sich für einen möglichst starken Motor. Oder man entscheidet sich gleich für einen superstarken Sportwagen. Die haben ebenfalls kleine Grundflächen.

Vielleicht sollte die DUH doch nicht schweigen, sondern öfter Vorschläge dieser Art veröffentlichen. So erkennt man leichter die Inkompetenten. Dieser Vorschlag jedenfalls liegt voll daneben. (ar/Sm) Letzte Änderung: 17.04.2007









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