Kommt das Druckluft-Auto?
Das Konzept stammt von Guy Nègre, einem ehemaligen Luftfahrt-Ingenieur und Entwickler von Formel-1-Motoren. Er hatte bereits im Jahr 2002 angekündigt, Taxis in Mexico City mit Druckluftantrieben auszustatten, blieb die Realisierung aber schuldig. Vor einem Jahr soll dem Zeitungsbericht nach der indische Konzern Tata als Investor in das Projekt eingestiegen sein.
Herzstück des MDI-Autos ist ein von Airbus hergestellter Druckbehälter aus Glasfaserkunststoff, in dem 90 Kubikmeter Luft auf 300 Bar komprimiert werden. Sie soll einen Vierzylinder-Kolbenmotor mit 800 Kubikzentimetern Hubraum antreiben. Allein mit Druckluft soll das geplante 22 PS starke und 3,40 Meter lange Dreisitzer-Model eine Reichweite von bis zu 100 Kilometern ohne Schadstoffausstoß haben. Optional soll es einen zusätzlichen Antrieb mit Flüssigbrennstoff gaben, der den Aktionsradius bei einem Spritverbrauch von 1,5 Litern pro hundert Kilometer auf bis zu 800 Kilometer erhöht.
Druckluft als Antrieb ist grundsätzlich möglich. Kritiker halten die Technologie jedoch nicht als ideal zur Fortbewegung. Druckluft speichere nicht genug Energie, um ein Fahrzeug über eine ausreichend lange Strecke anzutreiben. Bei der Erzeugung des Drucks gehe außerdem sehr viel Energie verloren. (ar/jri). Letzte Änderung: 25.02.2008
Leser dieser News interessierten sich auch für folgende Themen:
- Kommentar: Autoantrieb der Zukunft - Haben wir uns alle geirrt?
- Mercedes-Benz geht mit Spritspar-C-Klassen nach Genf
- Renault-Chef Ghosn: 95 Euro pro Gramm sind Irrsinn
- Gabriel tritt beim Biosprit heftig auf die Bremse
- Nicht alle Motorradhersteller geben E10 schon frei


