Konflikt bei Volkswagen in Brasilien verschärft sich

Der Konflikt zwischen Management und Gewerkschaft wegen der geplanten Entlassung von bis zu 6000 Mitarbeitern bei Volkswagen Brasilien hat sich weiter verschärft. Führende Gewerkschaftsvertreter kündigten am Wochenende "Kampfaktionen" an, um gegen den Stelleabbau zu demonstrieren. Zunächst wollte VW nur 3600 Stellen streichen, am vergangenen Montag stellte der Konzern jedoch ein Ultimatum, um seine Pläne durchzusetzen und drohte mit der Entlassung von 6000 Mitarbeitern.

Volkswagen hat in Brasilien fünf Werke mit insgesamt 22 000 Beschäftigten. Jetzt soll im ältesten Werk in Sao Bernardo die Hälfte der 12 000 Stellen wegfallen, weil Volkswagen mit den hohen Rohstoffkosten und dem erstarktem Real Verluste einfährt. Der Kleinwagen Fox, der auch nach Deutschland importiert wird, kostet den Konzern wegen der Währungsschwankungen angeblich bei jedem Export bares Geld. In Brasilien selbst hat Volkswagen einen Marktanteil von rund 23 Prozent.

Heute soll der brasilianische Arbeitsminister Luiz Marinho sich mit Volkswagen-Managern treffen, um über einen Ausweg zu sprechen. Staatspräsident Luiz Lula da Silva hat um die Vermittlung gebeten, hieß es. (ar/sb) Letzte Änderung: 28.08.2006









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