KPMG-Studie: Autozulieferer müssen Standortmanagement verbessern

Die meisten Autozulieferer lassen bei der Auswahl neuer Standorte eine Strategie vermissen. Das zeigt eine internationale Studie der KPMG AG - Wirtschaftsprüfungsgesellschaft. Zwar geben 78 Prozent der Unternehmen an, dass sie über eine langfristig angelegte Standortstrategie verfügen. Doch auf Nachfrage zeigt sich, dass sich der Auswahlprozess in den meisten Fällen auf zwei Aspekte beschränkt: die Nähe zu einem bestimmten Kunden oder die Lohnkosten im betreffenden Land.

Weitere Ergebnisse der Studie: Fast drei von vier Unternehmen (71 Prozent) sind der Ansicht, dass es sehr wichtig ist, den Kunden zu folgen und sich in deren Nähe anzusiedeln. Doch viele dieser Zulieferer haben bereits die Erfahrung gemacht, dass die Abhängigkeit von einzelnen Kunden das Risiko eines neuen Standorts erhöht.

Erhoffte Kosteneinsparungen stehen an erster Stelle bei den Unternehmen, die sich durch neue Standorte einen Wettbewerbsvorteil verschaffen wollen. Sämtliche befragten Zulieferer bezeichnen die Kostenfrage als "wichtig" oder "sehr wichtig" für ihre Standortentscheidung- wichtiger als Qualität, Innovation und Anbindung an die Kunden.

Die Hälfte der Unternehmen (52 Prozent) gibt an, von Kunden gedrängt zu werden, sich in deren unmittelbarer Nähe niederzulassen. Bei vielen beeinflusst dies auch ihre Standortentscheidung. (ar/Sm) Letzte Änderung: 22.03.2009









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