Kühlmittel für Klimaanlagen spalten europäische Autohersteller

Welches Kältemittel wird ab 2011 durch die Klimaanlagen unserer Fahrzeuge fließen? Die Antwort auf diese Frage spaltet zur Zeit die Mitglieder des europäischen Automobilherstellerverbands (ACEA). Das Technologiemagazin Technology Review berichtet in seiner aktuellen Ausgabe, ACEA-Mitglieder lehnten es ab, dem deutschen Vorbild zu folgen. Deutschen Hersteller hatten sich im September 2007 verpflichtet, das Kältemittel Tetrafluorethan durch Kohlendioxid zu ersetzen.

Der Verband der Automobilhersteller (VDA) sieht seine Mitglieder in einer Vorreiterrolle. Kohlendioxid ist sehr effizient und am wenigsten klimaschädlich. Allerdings liegen die Kosten für diese Technologie höher, unter anderem, weil in die Klimaanlagen auf höheren Druck angepasst werden müssen. Die offenbar von Herstellern in anderen europäischen Staaten bevorzugten synthetischen Kältemittel sollen auch in herkömmlichen Anlagen funktionieren.

Umstritten ist zudem, wie wirksam Kohlendioxid bei sehr hohen Temperaturen ist. Ford etwa bezweifelt deshalb, ob sich diese Technologie weltweit einsetzen ließe. Für die Zuliefererindustrie bedeutet das, dass sie sich zumindest für eine Übergangszeit auf zwei Klimaanlagen-Technologien einstellen muss. (ar/Sm) Letzte Änderung: 26.01.2008









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