Ladenburger Pretiosen
Museumsdirektor und -besitzer Winfried A. Seidel ist stolz auf seinen Mannheimer Dr. Benz. Er will die Erinnerung aufrecht erhalten, weil sonst die Erinnerung an den Automobilpionier untergehen könnte. Aus dem Namen des Unternehmens ist er bereits verschwunden. Das heißt heute Daimler AG und der Geschäftsbereich mit den Personenwagen nennt sich Mercedes Car Group. Nur in den Typenbezeichnungen "Mercedes-Benz" hat sich sein Name noch halten können. Dafür haben die Stuttgarter - damals initiiert vom ehemaligen Vorstand Jürgen Hubbert - mit einem nennenswerten Sponsorbeitrag dazu beigetragen, dass das Original-Benz-Werk in Ladenburg restauriert werden konnte und dort nun eine erstklassige Sammlung zum Teil fahrbereiter Oldies vorweisen kann, die meisten mit dem ?Mercedes-Stern.
In der alten Halle aus dem Jahr 1906 und der Werkstatt von Carl Benz finden die automobilen Pretiosen eine passende Umgebung, und der Besucher kann die Geschichte des Automobils von ihren Anfängen an erleben. Auch der Patentmotorwagen von 1886 fehlt nicht. Von ihm kann man allerdings nur eine Replica bewundern, die mit einem lauffähigen Motor aufwartet und die Halle schnell mit Ligorin-Geruch und eindrucksvollem Lärm füllt. Doch von der Werkbank des Carl Benz bis zu den letzten Autos, die hier entstanden sind, ist alles vorhanden. Selbst Rennwagen der Neuzeit fehlen nicht. Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall, selbst wenn das Modell 3 bald wieder die Reise nach London antreten muss. Weitere Informationen: www.automuseum-dr-carl-benz.de. (ampnet/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 13.11.2009
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