Leichtmetallräder von Mercedes-Benz: Bicolor ist besonders beliebt
Bicolor-Räder bietet Mercedes-Benz Accessories aktuell im Format 16 Zoll für die A- und B-Klasse (10-Speichen-Rad Palladiumsilber), in 17 Zoll für B- (5-Doppelspeichen-Rad Palladiumsilber) und C-Klasse (7-Speichen-Rad Redali Palladiumsilber) sowie für C-Klasse, CLC, CLK und SLK als 7-Doppelspeichen-Rad Palladiumsilber. 18-Zoll-Felgen stehen für die E-Klasse (5-Speichen-Rad Xentres Schwarz) und das E-Klasse-Coupé (5-Doppelspeichen-Rad Schwarz) zur Verfügung. Für den SL gibt es das 6-Speichen-Rad Himalayas Grey und für den GL das 10-Speichen-Rad Schwarz (jeweils 19 Zoll). 20-Zoll-Felgen sind für die S- und CL-Klasse (5-Y-Speichen-Rad Behes Schwarz) und den GLK (5-Doppelspeichen-Rad Bigawa Schwarz) lieferbar. Für M- und GL-Klasse werden das 10-Speichen-Rad Tomeko Schwarz und das 5-Doppelspeichen-Rad Himalayas Grey angeboten
Bicolor-Felgen werden mit einem erheblichen Zusatzaufwand hergestellt, spezielle Beschichtungen verhindern zuverlässig korrosive Angriffe. Nach der ersten Lackierung werden die Räder zu besonderen Drehmaschinen transportiert, die mit Diamantwerkzeugen die Lackschichten in genau definierten Bereichen wieder entfernen - meist auf den Speichen oder im äußeren Felgenbett. Durch das so genannte "Glanzdrehen" entstehen metallisch hochglänzende Bereiche, die im Kontrast zur verbleibenden Lackierung stehen. Natürlich müssen diese mit einem erneuten Lackierprozess wieder versiegelt werden. Dies geschieht mit einem dreischichtigen Aufbau: Nach einer erneuten Vorbehandlung folgt der Auftrag des speziell für Mercedes-Benz-Räder entwickelten transparenten Korrosionsschutzlackes. Den glänzenden Abschluss bilden verschiedene Klarlacke.
Mercedes-Benz startete den Einsatz von Leichtmetallrädern in der Großserie zu Beginn der siebziger Jahre mit geschmiedeten Aluminiumrädern des renommierten Herstellers Fuchs. Das Premierenrad war zunächst für die Limousinen 280 S bis 300 SEL 6.3 der Baureihe W 108 als Sonderausstattung im Angebot und wurdespäter wegen des verschnörkelten Designs auf den Spitznamen "Barockrad" getauft. Für die kompakte Baureihe 190 und Modelle der mittleren Baureihe 200 bis 300 E gab es ab Mitte der Achtziger ein 20-Speichen-Leichtmetallrad in den Zubehör-Katalogen, das bald wegen der charakteristischen Form der Radschüssel den Spitznamen "Polizeistern-Rad" verliehen bekommt. Der endgültige Durchbruch der Leichtmetallräder bei Mercedes-Benz kam im gleichen Jahrzehnt mit dem legendären "Kanaldeckel-Rad", das - wie die wenig charmante Bezeichnung schon verrät - einem Kanaldeckel ähnelt. Mit wenigen Ausnahmen stehen heute nahezu alle Serienfahrzeuge von Mercedes-Benz auf Leichtmetallrädern. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 17.04.2010
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