Lkw-Hersteller wollen Verbrauch um 20 Prozent senken
Bereits in den zurückliegenden drei Jahrzehnten haben die Lkw-Hersteller den Kraftstoffverbrauch um ein Drittel und den Stickoxid- und Partikelausstoß seit Ende der achtziger Jahre um 85 Prozent bzw. 95 Prozent gesenkt, betonte ACEA-Vorsitzender Andreas Renschler in Hannover. Bereits heute liege beispielsweise der durchschnittliche Verbrauch von Bussen pro Passagier bei unter einem Liter Diesel je 100 Kilometer. Mit weiter verbesserten Motoren, Hybridfahrzeugen im Stadtverkehr und alternativen Kraftstoffen bis hin zur Brennstoffzellentechnologie soll das Ziel von weiteren 20 Prozent Einsparung in zwölf Jahren erreicht werden. Aber auch Politik, Ölindustrie und nicht zuletzt die Fahrer selbst seien gefordert, ihren Beitrag dazu zu leisten.
Daimler-Vorstand Renschler unterstrich die Bedeutung des Lkw-Transportes für die gesamte Wirtschaft. Auch in Zeiten von Ebay und Onlineshops gelte nach wie vor das Motto "You bought it, trucks brought ist" (Sie kaufen es, Lastwagen bringen es). Nahezu 80 Prozent aller Güter würden in Europa auf der Straße transportiert. Nach Schätzungen der EU-Kommissionen wird das Warenaufkommen im Lkw-Verkehr in den EU-Kernländern bis 2030 noch um mehr als 60 Prozent zunehmen. Für die Hersteller sei dies nicht zuletzt auch eine umweltpolitische Herausforderung. Der ACEA wehrte sich in diesem Zusammenhang gegen Pläne, alle Nfz-Gewichtsklassen bei der Festlegung künftiger CO2-Grenzwerte über einen Kamm zu scheren. Man dürfe einen Stadtlieferwagen nicht mit den selben Maßstäben messen wie einen 40-Tonner. (ar/jri) Letzte Änderung: 24.09.2008
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