Lkw-Holding in Luxemburg oder den Niederlanden

In einem möglichen Zusammenschluss der Nutzfahrzeugbauer MAN und Scania unter Beteiligung von Volkswagen ist Medienberichten zufolge jetzt einen Holding mit Sitz weder in Deutschland noch in Schweden im Gespräch. Während die "Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung" die Niederlande als möglichen Stammsitz nennt, schreibt die "Süddeutsche Zeitung" heute, es käme auch Luxemburg in Betracht.

Zumindest scheint nach dem Scheitern einer Übernahme Scanias durch MAN eine einvernehmliche Einigung über eine Fusion wahrscheinlicher. Diese Lösung hatte auch Volkswagen favorisiert, das an beiden Unternehmen beteiligt ist und seine Lkw-Sparte mit ins Boot bringen will, um neue Märkte zu erschließen.

Nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" würde eine Ansiedlung der Holding in den Niederlanden oder Luxemburg den Unternehmen mehrere Vorteile bringen. Der Familie Wallenberg als Mehrheitsaktionär bei Scania käme entgegen, dass in beiden Ländern anlegerfreundliche Stiftungsmodelle möglich seien. Ein Vorteil für MAN wäre, dass außerhalb der Bundesrepublik das deutsche Mitbestimmungsrecht nicht gelte, das Arbeitnehmervertretern Sitze im MAN-Aufsichtsrat sichert. (ar/os) Letzte Änderung: 19.02.2007









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