Lösung für Lkw-Parkplatznot an Autobahnen gefordert
Die fehlenden Stellplätze seien nicht nur ein Ärgernis, sondern erschwerten auch die Erholung der Berufskraftfahrer in den Ruhepausen, kritisierte jetzt Dr. Peter Fischer, Präsident der Initiative für Verkehrsinfrastruktur Pro Mobilität in Berlin. Er schlägt vor, den längst überfälligen Ausbau der Parkplätze aus den außerplanmäßigen Mautüberschüssen des vergangenen Jahres in Höhe von mehr als 150 Millionen Euro zu finanzieren.
Schon vor fünf Jahren hatte der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) eine politische Lösung des Problems angemahnt. Um die gesetzlich vorgegebenen Ruhezeiten einzuhalten, seien mehr Parkplätze zu schaffen, bei denen die Führerhäuser dem fließenden Verkehr abgewandt sind und die zudem den besonderen Anforderungen von großen Spezialfahrzeugen entsprechen.
Die Vereinigung deutscher Autohöfe (VEDA) fordert eine Parkplatzgebühr für Lastkraftwagen auf deutschen Autobahnen. Damit könnten neue Stellplätze entlang der Autobahnen in Deutschland finanziert werden, sagte deren Vorsitzender Karl-Heinz Schneider. Die Gebührenpflicht sollte von 20 bis 6 Uhr gelten und über das Lkw-Mautsystem erhoben werden.
Das Thema Parkplatznot entlang der Autobahnen betreffe aber auch die Pkw-Fahrer. Daher fordert der ARCD, bei zukünftigen Ausbaumaßnahmen auch genügend Stellplätze für Pkws einzuplanen. (ar/jri) Letzte Änderung: 28.06.2007
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