Luftfahrt: Rückgang bei Passagierzahl und Fracht
Der Rückgang bei den Passagierzahlen ist der stärkste in den vergangenen 15 Jahren. In diesem Zeitraum war das Passagiervolumen bisher stetig gestiegen, mit Ausnahme des ersten Quartals 2002. Auslandsflüge waren vom Rückgang besonders stark betroffen. Hier wurden in den ersten drei Monaten des Jahres 2009 insgesamt 13,1 Millionen Passagiere registriert, das waren 10,8 Prozent weniger als im ersten Quartal 2008. Die Zahl der Fluggäste mit innerdeutschem Ziel (5,6 Millionen) nahm um 5,5 Prozent ab.
In europäische Zielländer reisten insgesamt 9,7 Millionen Passagiere (minus 11,0%). Flugreisen nach Amerika sind im Interkontinentalvergleich - neben Australien - mit - 13,4 Prozent (1,3 Millionen Passagiere) am stärksten zurückgegangen, den höchsten Einbruch verzeichneten hier mit minus 17,9 Prozent die USA (0,9 Millionen). Nach Asien (1,4 Millionen) nahm die Zahl der Passagiere um neun Prozent ab.
Die Fluggesellschaften reagierten auf den Nachfrageeinbruch mit einer Ausdünnung ihrer Angebote. So reduzierte sich die Zahl der Starts ins europäische Ausland (217 200) um 8,1 Prozent und die der angebotenen Sitze (24,0 Millionen) um 5,3 Prozent.
Im Gegensatz zum Passagierverkehr in Europa verzeichnete der Frachtverkehr im Europaverkehr mit minus 2,7 Prozent eine geringe Abnahme. Für die EU-Länder wurde sogar eine Zunahme der Einladungen von 3,9 Prozent registriert. Frachttransporte zum asiatischen Kontinent haben sich um 16,1 Prozent verringert. Die stärksten Rückgänge wurden bei Luftfrachttransporten zum amerikanischen Kontinent beobachtet (minus 31.9 Prozent). (ar/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 18.05.2009
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