MAN erhält 370 Millionen Euro Schadensersatz von Freightliner

In den Rechtsstreitigkeiten mit der Freightliner Gruppe in USA/Kanada um Schadensersatz im Zusammenhang mit Bilanzfälschungen bei dem von MAN übernommenen britischen Lkw-Hersteller ERF hat MAN mit der DaimlerChrysler-Tochter Freightliner einen Vergleich geschlossen. Die Vereinbarung sieht vor, dass Freightliner in den nächsten Tagen eine Entschädigung von 250 Millionen Pfund Sterling (370 Millionen EUR) an MAN leistet, teilte das Unternehmen mit.

MAN hatte im Jahr 2000 ERF von der kanadischen Firma Western Star erworben. Western Star wurde kurz danach von Freightliner übernommen. Nach dem ERF-Erwerb stellte sich heraus, dass die Bilanzen von ERF schwerwiegend manipuliert waren. 2002 erhob MAN eine Klage auf Schadensersatz von rund 300 Millionen Pfund Sterling gegen Freightliner als Rechtsnachfolger von Western Star.

DaimlerChrysler hat eigenen Angaben zufolge bereits Rückstellungen gebildet, die Belastung für das Ergebnis belaufe sich deshalb für das Geschäftsjahr 2007 auf 50 Millionen Euro. (ar/os) Letzte Änderung: 29.05.2007









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