MAN macht offizielles Angebot für Scania

Der Nutzfahrzeughersteller MAN hat wie angekündigt sein offizielles Angebot für den schwedischen Konkurrenten Scania veröffentlicht. Die Annahmefrist für das 10,3 Milliarden Euro schwere Angebot beginne am 20. November und ende am 11. Dezember, teilte MAN am Donnerstag in München mit. MAN behält sich vor, die Frist zu verlängern, hieß es. MAN-Chef Hakan Samuelsson sagte, Scania solle im Fall einer Fusion als eigenständige Marke bestehen bleiben und innerhalb der Allianz bestimmte übergreifende Konzernfunktionen übernehmen.



MAN und Scania würden im Fall einer Fusion zum weltweit drittgrößten Nutzfahrzeugbauer aufsteigen. Scania lehnte die Offerte von 475 Kronen pro Aktie bisher allerdings ab, weil sie nicht den wahren Wert des Unternehmens widerspiegele. Bisher hält MAN nach eigenen Angaben 14,54 Prozent der Stimmrechte und 11,63 Prozent des Kapitals an Scania und ist damit drittgrößter Aktionär. Volkswagen als größter Scania-Aktionär hatte signalisiert, seine Anteile an dem Unternehmen abzugeben, wenn MAN damit die Annahmequote von 90 Prozent erreichen würde. Allerdings knüpften die Wolfsburger diesen Schritt an die Bedingung, dass MAN die Aktien des Scania-Aktionärs Investor mit 20,01 Prozent der Stimmrechtsanteile übernehmen kann. Das ist bisher nicht der Fall, weil auch Investor die Übernahme ablehnt. (ar/sb). Letzte Änderung: 16.11.2006









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