MAN präsentiert neue Hybrid-Fahrzeuge für den Personennah- und Güterverteilerverkehr
Hybridfahrzeuge im Linien- und Verteilerverkehr haben das Potenzial, sowohl auf ökologischem als auch ökonomischem Gebiet zukünftig eine erfolgreiche Rolle zu spielen. Hauptgrund ist die deutliche CO2-Emissionsreduzierung durch den deutlich sinkenden Kraftstoffverbrauch. Dieser wird realisiert zum einen durch die Stopp-Start-Automatik, die den Motor an Haltestellen oder beim Warten an Kreuzungen ausschaltet, zum anderen durch die Rückgewinnung und Speicherung der Bremsenergie.
Mittelfristig sieht das Unternehmen besonders im Busbereich Potenzial für diesel-elektrische Hybridsysteme mit neuartigen Ultracap-Kondensatoren. Über diese Technologie verfügte bereits der Stadtbus, den MAN 2001 vorstellte und 2001/2002 bei den Nürnberger Verkehrsbetrieben VAG im regulären Linienbetrieb erprobte. Im Jahr 2005 war ein zweites, optimiertes Modell im Liniendienst in Nürnberg, der selbst im Vergleich zu modernen Dieselbussen bis zu 25 Prozent weniger Kraftstoff benötigt.
Darüber hinaus startete die MAN Forschung im Jahr 2005 ein vom Bundesministeriums für Wirtschaft (BMWi) gefördertes Projekt zur Weiterentwicklung von Diesel-Hybrid-Stadtbussen. Es ist Teil des Forschungsprogramms Mobilität und Verkehr und wird bis 2008 zwei Versuchsfahrzeuge mit neuer Technologie bereitstellen. Ziel der Neoman Bus GmbH ist, die Hybrid-Technologie durch weitere Entwicklung und zusätzliche Optimierung mittelfristig für Stadtbusse auch ökonomisch attraktiv zu machen. Die MAN Nutzfahrzeuge AG sowie die Neoman Bus GmbH sehen für den Einsatz der Hybridtechnik im Stadtbus das höchste Potenzial; deshalb sind in den kommenden Jahren hohe Investitionen in die Entwicklung zur Serienreife geplant, die ab dem Jahr 2010 erreicht werden soll.
Für den Einsatz der Hybridtechnik bei Lkw im Verteilerverkehr verfolgt der Hersteller unterschiedliche Ansätze, die die typischen Einsatzprofile berücksichtigen. Zentrale Punkte der Forschung sind die Speicherung der Bremsenergie und die Stopp-Start Automatik. Erste Ergebnisse zeigen abhängig vom Fahrzeugeinsatz eine Kraftstoffeinsparung von bis zu zehn Prozent. (ar/nic) Letzte Änderung: 10.05.2007
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