MAN steuert weiter auf Erfolgskurs
MAN Nutzfahrzeuge verzeichnete im ersten Halbjahr 29 Prozent mehr Lastwagenbestellungen als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Vor allem auf den Auslandsmärkten stießen die Nutzfahrzeuge auf nachhaltige Nachfrage. Das Busgeschäft war um acht Prozent rückläufig. Der Verlust betrug 13 Millionen Euro. Hier plant der Konzern eine Restrukturierung, da die bisherigen Anstrengungen nicht den gewünschten Erfolg gebracht haben. Gespräche mit dem Betriebsrat im Buswerk Salzgitter laufen bereits. Eine Option, die sich der Konzern vorbehält, ist die Auslagerung nach Polen
Das operative Ergebnis stieg im zweiten Quartal um 54 Prozent auf 403 Millionen Euro. Darin enthalten ist die Dividendenauszahlung von Scania mit 43 Millionen Euro. Die Umsatzrendite lag für das erste Halbjahr mit 10,7 Prozent (ohne Scania-Anteil: 10 Prozent) erstmals im zweistelligen Bereich.
Positiv beeinflusst wird das Geschäftsergebnis auch durch die Beilegung des Streits mit Freightliner um den Kauf des britischen Lastwagenherstellers ERF. Dabei ging es um manipulierte Bilanzen des ERF-Voreigentümers Western Star, der mittlerweile zu Freightliner gehört. Durch den im Mai geschlossenen Vergleich verbuchte MAN zusammen mit weiteren Sondereinflüssen Extraeinnahmen in Höhe von 241 Millionen Euro.
Im Inland stieg die Zahl der Beschäftigten um rund 450 Mitarbeiter auf 29 833, im Ausland von 20 891 auf 21 392 Mitarbeiter. (ar/jri) Letzte Änderung: 31.07.2007
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