Markenhandel hat die besten Gebrauchtwagen

Das Kfz-Gewerbe sieht seine Service- und Qualitätsoffensive für gute Gebrauchtwagen durch die heute präsentierten Ergebnisse einer ADAC-Testkaufaktion bestätigt: Der Markenhandel biete unverändert die besten gebrauchten Pkw. Das qualitative Gefälle zu freien Anbietern und dem Privatmarkt sei größer geworden, sagte der Sprecher des Zentralverbandes Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Helmut Blümer, unter Berufung auf die Testergebnisse des Automobilclubs.

Der ADAC hatte je 23 markengebundene und freie Autohändler in den sechs deutschen Ballungsgebieten München, Stuttgart, Köln, Hamburg, Berlin und Dresden getestet. Das Ergebnis ist ernüchternd: Jeder vierte gewerbliche Anbieter fiel mit seinem Angebot durch, ein Viertel der Kandidaten kam über ein schwaches "durchschnittlich" nicht hinaus. Zwei Drittel der Fahrzeuge waren laut ADAC ihr Geld nicht wert. Dass es auch anders geht, zeigen zehn Händler, in der Mehrzahl markengebunden, die ein "sehr gut" erhielten. Auch mit dem Ergebnis "gut", das weitere zwölf Händler erhielten, könne man leben, wertete der ADAC.

Die Mehrheit der rund 6,7 Millionen Gebrauchtwagen-Käufer des vergangenen Jahres sei zufrieden, so das Kfz-Gewerbe. Dies gelte für Produkte gleichermaßen wie die Beratung. Der Markenhandel habe seinen Qualitätsvorsprung weiter ausbauen können, unterstrich Blümer mit dem Hinweis auf Untersuchungen der Deutschen Automobil-Treuhand (DAT). Demzufolge seien die Reparaturaufwendungen innerhalb von sechs Monaten nach dem Kauf in den Autohäusern mit unter 30 Euro am geringsten. Das höchste Reparaturrisiko habe der Privatmarkt mit Aufwendungen von durchschnittlich 78 Euro und der freie Gebrauchtwagenhandel mit 64 Euro. Der Kauf eines gebrauchten Pkw, sagte Blümer, habe im Fachhandel das geringste Risiko, auch vor dem Hintergrund der gesetzlichen Sachmangelhaftung. "Das automobile Schnäppchen an der Ecke kann zum Risiko-Kauf werden."

Die nach dem Testkauf vom ADAC erhobenen Forderungen an Gebrauchtwagenhändler seien mehrheitlich seit Jahren deckungsgleich mit den Verbraucher-Tipps des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes. Mängel offenbare der ADAC-Test nach Darstellung Blümers nicht nur bei der fehlenden Repräsentativität sondern auch der preislichen Auswahl der Test-Fahrzeuge. Lediglich 13 Fahrzeuge entsprachen dem durchschnittlichen Preis von 11 670 im Markenhandel. Der niedrigste Preis aller Test-Pkw liege bei 3250 Euro, der höchste bei 14 490 Euro. (ar/os) Letzte Änderung: 28.03.2007









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