Mazda setzt für Erfolg auf Vier-Jahres-Plan
"Innerhalb des zu Ende gehenden Mazda Momentum Plans gelang es Mazda, eine solide Basis für ein konsequentes und stabiles zukünftiges Wachstum zu schaffen", so Hisakazu Imaki, Präsident und CEO der Mazda Motor Corporation. "Wir haben die zukünftigen Herausforderungen erkannt und werden diese nun annehmen. Die weiteren Schritte sind klar: Ausweitung der Synergien mit der Ford Motor Company, Verbesserung des Mazda Markenwertes und die Überprüfung betrieblicher Leistungspotenziale. Unser neuer mittelfristiger Geschäftsplan MAP zeigt drei konkrete Ziele auf, die bis 2010 erreicht werden sollen: 1,6 Millionen Einheiten weltweiter Absatz, 200 Milliarden Yen (1,28 Milliarden Euro) operativer Konzerngewinn und eine Umsatzrendite von sechs Prozent - zusätzlich zu einer stabilen Dividende."
Während sich die zukünftigen Maßnahmen in Japan und den USA insbesondere auf eine Weiterentwicklung des Händlernetzes und der Marke Mazda konzentrieren, steht in Europa die Förderung von neuen Antriebssystemen im Vordergrund. Auch sollen neue europäische Märkte erschlossen werden. In China steht der reibungslose Start des Nanjing Werkes im Fokus. Außerdem strebt Mazda hier zukünftig einen Jahresabsatz von 300 000 Einheiten an. Und für die ASEAN-Staaten und Australien steht insbesondere die Erweiterung des Mazda Modellangebots durch die Einführung des Mazda CX-7 und CX-9 mittelfristig auf dem Programm.
Die Investitionen im Bereich Forschung und Entwicklung sollen sich innerhalb der nächsten vier Jahre um 30 Prozent steigern. Insgesamt sollen sich die Ausgaben für Investitionen um 50 Prozent steigern - verglichen mit den Ausgaben der letzten vier Jahre. Ziel ist der Ausbau der Produktkapazitäten in Japan. Geplant ist eine Produktionskapazität von 996 000 Einheiten im Fiskaljahr 2007. Dafür müsse die Produktion im Werk Hiroshima um 31 000 Einheiten und im Werk Hofu um 67 000 Einheiten gesteigert werden. Gleichzeitig soll auch die Motoren-Produktion erhöht werden.
Ein Nachhaltigkeitsprogramm soll den Umweltschutz garantieren. Innerhalb des Programms werden Mazdas Rolle und Initiativen in Bezug auf das globale Klima und die angestrebte Verringerung der CO2-Emissionen durch die Automobilindustrie definiert. Den Schwerpunkt bildet dabei die Förderung von Synergien mit der Ford Motor Company und die Weiterentwicklung der Hybridtechnik auf Basis der von Mazda bereits bis zum Prototypenstadium entwickelten Hydrogen (Wasserstoff) RE Hybrid-Technik. Die Einführung des Mazda eigenen Start/Stopp-Systems (Smart Idling Stop System- SISS) in Japan ab 2009 steht ebenfalls im Fokus des neuen Nachhaltigkeitsprogramms. Es arbeitet ohne elektrischen Starter. Zusätzlich folgt die Einführung eines E85 kompatiblen Motorenkonzeptes (Flex-Fuel) im nordeuropäischen Markt in 2009. Die Neuentwicklung der Ottomotoren mit gesteigerter Leistung und signifikant geringerem Kraftstoffverbrauch ist ab 2010 geplant, außerdem die Weiterentwicklung der heutigen DPF-Dieselaggregate für den europäischen Markt; ab 2010 Neueinführung eines Dieselmotors, der auch den in Bezug auf Stickoxide (NOx) strengeren japanischen und nordamerikanischen Abgasregelungen Rechnung trägt. Die Einführung einer neuen Generation des Benzin-Kreiskolbenmotors mit verbesserter Leistung und geringerem Verbrauch steht ab 2010 auf der Agenda. Dazu kommt als Alternative die Entwicklung eines völlig neuen Wasserstoff-Kreiskolbenmotors, der Fahrleistungen eines 3,0-Liter-Benzinmotors mit einer Reichweite von 400 km kombiniert. Zusätzlich soll die Einführung eines neu entwickelten Automatik-Getriebes mit verbessertem Wirkungsgrad und einem mit manuellen Getrieben vergleichbaren Leistungsspektrum ab Anfang 2010 Verbrauchsvorteile bieten. Der Beginn eines Leasing-Programms im japanischen Markt für den Mazda Premacy Hydrogen RE Hybrid (Wasserstoff/Benzin-Kreiskolbenmotor in Kombination mit Elektromotor - Reichweite mit Wasserstoff ca. 200 km) folgt schon 2008.
Das Design der zukünftigen Mazda Fahrzeuge soll sehr attraktiv werden und noch stärker als heute Kaufargument sein. Hierbei werden neue, im Rahmen der Plattformstrategie realisierbare Karosseriekonzepte ebenfalls eine Rolle spielen. (ar/os) Letzte Änderung: 22.03.2007
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