Mehr Sicherheit durch rückwärts gerichtete Sitze

Kindersitz. Foto: Volvo
Kindersitz. Foto: Volvo

Grundsätzlich raten Autohersteller dazu, dass Kinder mindestens bis zu einem Alter von drei bis vier Jahren rückwärts gerichtet im Auto mitfahren sollten, nach Möglichkeit gar noch länger. Grund dafür ist, dass der Hals eines Kindes noch recht schwach und der Kopf in Relation zum Körper größer und schwerer als der eines Erwachsenen ist. Bei einem Unfall werden die Aufprallkräfte bei rückwärts gerichteten Sitzen nicht nur über den Hals, sondern vom gesamten Rücken und dem Kopf aufgefangen. Das gilt insbesondere beim Frontalzusammenstoß, der gefährlichsten Unfallart. Für ältere Kinder ist die Verwendung eines Gurtkissens mit Rückenlehne wichtig. Dabei werden die verletztliche Hüfte und der Unterleib durch die korrekte Positionierung des Gurtes quer über die Schenkel wirksam geschützt.

Wie überlebenswichtig der richtige Kindersitz im Auto ist, belegt eine Studie der Volvo Car Corporation, bei der Unfälle mit 5.500 Kindern in Schweden ausgewertet wurden. Danach ist die Verletzungsgefahr bei Verwendung eines rückwärts gerichteten Kindersitzes bei einem Unfall um 90 Prozent geringer als beim Verzicht auf einen Kindersitz. Und bei größeren Kindern senkt die Verwendung eines Gurtkissens mit Rückenlehne das Verletzungsrisiko der Untersuchung zufolge um rund 75 Prozent.

Letzte Änderung: 08.07.2009









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