Mercedes-Benz G-Klasse
Der Hilfskonvoi mit insgesamt zehn Sattelzug-Lkw der Modellreihe Actros, fünf Transportern des Typs Mercedes-Benz Sprinter, einem Unimog und fünf Geländewagen der G-Klasse war Anfang September in Brüssel gestartet und erreichte sein Ziel in der afghanischen Stadt Hayraton nach dreieinhalb Wochen. Unter der Schirmherrschaft der Europäischen Union (EU) brachten die Mercedes-Fahrzeuge rund 220 Tonnen technisches Material für Wiederaufbaumaßnahmen nach Afghanistan. Zugleich zeigte die moderne Karawane kostengünstige Möglichkeiten für den Landtransport zwischen Europa und Zentralasien auf.
Als Strecke hatte DaimlerChrysler den so genannten „Traceca“-Korridor gewählt, der auch den Beinamen „Neue Seidenstraße“ trägt. Der „Transport Corridor Europe Caucasus Asia“ ist ein von der EU gefördertes Verkehrsprojekt, an dem sich auch 13 Staaten Osteuropas und Asiens beteiligen. In Erinnerung an die legendäre antike Handelsroute „Seidenstraße“ soll mit seiner Hilfe die kürzeste landseitige Verbindung zwischen den Kontinenten wiederbelebt werden. Der Mercedes-Konvoi mit Hilfsgütern für Afghanistan hat dafür wichtige Grundvoraussetzungen geschaffen.
Die hohen Anforderungen, die an die vier Modelle des Typs G 500 und den G 270 CDI gestellt wurden, werden angesichts der schwierigen Einsatzbedingungen deutlich: Knapp die Hälfte der Strecke wurde auf Fahrbahnoberflächen zurückgelegt, die an Baustellen erinnern; Vibrationen oder harte Schläge belasteten dabei Karosserie und Fahrgestell aufs Härteste. Allein rund 1000 Kilometer mussten die Fahrzeuge in der Wüste Karakum auf Sand und Geröll abspulen.
Die Bilanz am Ende der 6000-Kilometer-Tour hätte für die Mercedes-Modelle nicht besser ausfallen können: Es gab weder Pannen noch wurden Ersatzteile benötigt. Letzte Änderung: 12.03.2004
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