Mercedes-Benz übergibt Vito E-Cell an erste Kunden
Vattenfall unterstützt das Projekt als Energieversorger und stellt den Kunden auf ihren Betriebshöfen Ladestationen zur Verfügung. Dort können die Batterien des Vito über Nacht aufgeladen werden. Der Zeitpunkt der Aufladung kann vom Kunden selbst nach Bedarf und unter Kostengesichtspunkten definiert werden. Intelligente Ladetechniken reduzieren sowohl die CO2-Emissionen in der Gesamtbilanz der Transporter als auch die Kosten. So verfügt der Vito E-Cell über eine Smart Charge Communication Unit (SCCU). Sie stellt sicher, dass der Stromspeicher des Vito E-CELL exakt dann geladen wird, wenn der Energieversorger "grünen" und kostengünstigen Strom zur Verfügung stellt.
Das Bundesministerium für Umwelt und Naturschutz unterstützt die Entwicklung und Industrialisierung des Vito E-Cell ebenfalls. Das betrifft die Fertigung und Erprobung von Versuchsfahrzeugen sowie der 50 Fahrzeuge für die Erprobung in Berlin. So können die Kunden zum Beispiel ihre Elektro-Transporte in den ersten Monaten kostenlos nutzen.
Der Vito E-Cell läuft als erster Transporter der Welt wie jeder andere Vito innerhalb der Serienfertigung vom Band. Er bietet rund 900 Kilogramm Zuladung und einem uneingeschränkt nutzbaren Laderaum. Die Lithiumionen-Batterien liegen Platz sparend unter dem Ladeboden und ermöglichen eine Reichweite von rund 130 Kilometern. Der Elektromotor verfügt über eine Leistung von 60 kW / 81,5 PS und ein Drehmoment von 280 Newtonmetern. Mit Blick auf möglichst große Reichweite und das Einsatzgebiet ist die Höchstgeschwindigkeit des Transporters auf 80 km/h begrenzt.
Die Kundenerprobung des Vito E-Cell ist auf vier Jahre und etwa 80 000 Kilometer pro Fahrzeug festgelegt. Danach gehen die Transporter wieder zurück an Mercedes-Benz. Die Kunden kaufen ihre Fahrzeuge deshalb nicht, sondern mieten sie über eine monatliche Nutzungsrate. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 02.09.2010
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