Mit dem Cruze will Chevrolet weiter wachsen

Chevrolet Cruze Foto. Bild: Auto-Reporter/Chevrolet
Chevrolet Cruze Foto. Bild: Auto-Reporter/Chevrolet
Chevrolet profitiert von der Abwrackprämie erheblich. In den ersten vier Monaten stieg der Absatz gegenüber dem Vorjahr um 40,8 Prozent auf 10 413 Einheiten. Und die Auftragseingänge belaufen sich derzeit auf gut 18 000. Das bedeutet nicht nur eine Steigerung gegenüber 2008 um 140 Prozent, sondern damit ist auf schon fast annähernd das Verkaufsvolumen des letzten Jahres (rund 22 000) erreicht. Beinahe überflüssig zu erwähnen, dass dies natürlich alles Rekorde in der noch jungen deutschen Geschichte von Chevy sind. Und am Ende des Jahres wird auch nach Auslaufen der gegenwärtigen Prämie eine neue Bestmarke gefeiert werden können.

All das wäre aber nicht möglich, wenn nicht in den letzten Jahren ein leistungsstarkes Händlernetz aufgebaut worden wäre und vor allem im Mini- und Kleinwagen-Segment mit dem Matiz und dem Aveo die Produkte stimmen würden. Und hilfreich ist sicherlich auch, dass neben sehr günstigen Basispreisen zum Beispiel beim 0,8 Ecologic Matiz ab diesem Juli nur noch 16 Euro Kfz-Steuer anfallen. Kostengünstiger geht es derzeit nicht.

Trotz des hohen Zuwachses ist Chevrolet mit derzeit 0,8 Prozent Marktanteil aber nach wie vor ein Fliegengewicht unter den Anbietern in Deutschland. Doch das soll sich mittelfristig ändern, in dem nicht nur das Angebot vergrößert, sondern mit neuen Modellen vor allem in den Kompakt- und Mittelklasse-Segmenten gehobenes europäisches Niveau erreicht wird. Den Anfang macht in der Golfklasse der Cruze, der ab 16. Mai bei den Händlern steht und im Gegensatz zu den bieder-braven Fließheck- und-Kombi-Modellen Lacetti und Nubira nicht nur in Sachen Preiswürdigkeit (ab 14 990 Euro), sondern endlich auch in puncto Design und Fahrverhalten vollends überzeugt.

Vorerst gibt es den 4,60 Meter langen und sehr geräumigen Fronttriebler allerdings nur als Stufenheck-Limousine. Eine Spezies, die in Deutschland im Vergleich zur Schrägheck-Variante nicht allzu stark nachgefragt wird. Doch die wird aus konzernpolitischen Gründen - der auf der gleichen Delta-Plattform stehende neue Opel Astra debütiert schließlich erst Ende des Jahres - nicht vor 2010 kommen. So ist das anvisierte Verkaufsziel von lediglich 1000 Einheiten durchaus realistisch. Vielleicht sogar ganz gut, denn im nächsten Jahr - dann mit der fünftürigen Version des Cruze - wird nicht nur Chevrolet einen Verkaufsrenner benötigen, um auch nur annähernd die Zulassungszahlen dieses Jahres wiederholen zu können. (ar/hhg)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 06.05.2009









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