Mögliche Allianz zwischen GM und Renault-Nissan vor dem Aus
Initiiert hatte die Verhandlungen der GM-Großaktionär Kirk Kerkorian. Der Milliardär hält zehn Prozent der GM-Aktien und hatte hinter dem Rücken der GM-Führung Kontakt zu Renault-Nissan-Chef Carlos Ghosn aufgenommen. Eine Konsolidierung des weltgrößten Autobauers läge massiv im Interesse Kerkorians. Im Jahr 2005 hatte GM ein Minus von 10,6 Milliarden Dollar verbucht. Das Unternehmen will 35 000 Arbeitsplätze abbauen.
Jetzt sollen abschließende Gespräche am Rande des Pariser Autosalons stattfinden. Während GM wohl nur an einer Zusammenarbeit an einzelnen Baureihen interessiert ist, durchleuchtet Renault-Nissan systematisch alle Unternehmensteile auf Möglichkeiten der Kooperation. Möglicherweise rückt jetzt wieder das Interesse von Ford an einer Kooperation mit Renault-Nissan in den Mittelpunkt. Die krisengeschüttelte Nummer zwei auf dem US-Markt hatte Renault Medienberichten zufolge eine Allianz vorgeschlagen, falls die Verhandlungen mit General Motors (GM) über eine Kooperation scheitern. Der inzwischen zurückgetretene Ford-Chef Bill Ford hatte Mitte August Renault-Nissan-Vorstand Carlos Ghosn telefonisch vorgeschlagen, eine Allianz mit Ford zu prüfen, falls die Verhandlungen mit GM keine Früchte tragen. (ar/sb) Letzte Änderung: 22.09.2006
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