Museum zeigt Felix Wankels eigenes Traumauto

50 Jahre Wankelmotor: Dies Ereignis feiert das Museum Autovision mit einem ganz besonderen Fahrzeug. Ab sofort ist in der weltweit einzigen Wankel-Dauerausstellung in Altfußheim der Privatwagen von Felix Wankel zu sehen. Es handelt sich um einen Mercedes 350 SL, der auf Wunsch des Erfinders einen 4-Scheiben-Wankel-Motor erhielt, wie er damals von Daimler-Benz im futuristischen Versuchsfahrzeug C 111 eingesetzt wurde.

Mit seinem Traumwagen besaß Wankel den schnellsten SL der damaligen Zeit. Im C 111, der auf der IAA 1969 erstmals gezeigt wurde, entwickelte der Motor mit drei Kammern zunächst 285 PS, später dann mit vier Kammern 350 PS. Die beschleunigten den Versuchswagen auf seinerzeit sensationelle 300 km/h. Nur zwei Jahre später stellte man in Stuttgart die Wankel-Entwicklung aber wieder ein.

Legendär ist bis heute der NSU Ro 80 als Serienwankelfahrzeug geblieben. Andere Fahrzeughersteller experimentierten ebenfalls zeitweilig mit dem Kreiskolben-Motor, unter ihnen Citroën und Lada. Suzuki und Hercules stellten in den siebziger Jahren Wankel-Motorräder her, verabschiedeten sich aber ebenfalls relativ rasch wieder davon. Lediglich Mazda hält dem Rotations-Prinzip bis heute im aktuellen RX-8 die Treue.

Das Museum Autovison in Altlußheim bei Hockenheim ist donnerstags bis sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet. (ar/jri) Letzte Änderung: 13.07.2007





Einmalig: Mercedes SL 350 mit Wankelmotor. Foto: Auto-Reporter/Autovision
Einmalig: Mercedes SL 350 mit Wankelmotor. Foto: Auto-Reporter/Autovision






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