Neuer Rußfilter in MAN-Lkw sorgt für weniger Emissionen
Wissenschaftler des Fritz-Haber Instituts in Berlin analysierten die im Dieselabgas von Lkw und Bussen enthaltenen Rußpartikel. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse konnte der Nutzfahrzeughersteller MAN gemeinsam mit dem Katalysatorspezialisten Emitec den so genannten PM-KAT entwickeln. Dieser reduziert insbesondere die als kritisch geltenden Feinstpartikel aus dem Abgas um bis zu 90 Prozent. Im Unterschied zu konventionellen, so genannten geschlossenen Dieselfiltern, kann der neuartige KAT nicht verstopfen, kommt ohne ein zusätzliches Additiv aus und ist vollkommen wartungsfrei. Der kontinuierliche Abbrand der Rußpartikel erfolgt bereits bei geringen Abgastemperaturen von 250 Grad Celsius. Aus diesem Grund ist bei der Neuentwicklung im Unterschied zu anderen Systemen keine wiederkehrende Filterregeneration erforderlich, die zu höherem Kraftstoffverbrauch und damit CO2-Ausstoß führt.
Der innovative Dieselpartikelfilter wurde im Juni dieses Jahres mit dem BDI-Umweltpreis für die Industrie 2005/2006 ausgezeichnet. Damit ist der Dieselpartikelfilter, den MAN Nutzfahrzeuge seit Ende 2004 serienmäßig in Lkw und Bussen einsetzt, zugleich als deutscher Beitrag für den europäischen Umweltpreis nominiert, den die EU-Kommission ausgeschrieben hat. (ar/sb) Letzte Änderung: 15.08.2006
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