Neues Angebot abgelehnt: Scania verschärft Abwehrkampf gegen MAN
Der Volkswagen-Konzern, mit 34 Prozent der Stimmrechtsanteile grösster Eigner des schwedischen Unternehmens, beteiligte sich nicht an der Abstimmung im schwedischen Södertälje. VW ist auch größter Eigner bei MAN und befürwortet ein Zusammengehen beider Unternehmen.
Scania verschärfte bei den Ablehnung den Ton. Das Unternehmen warf den Deutschen vor, mögliche Synergieeffekte aus dem Zusammengehen entweder ausgeschlossen oder ausschließlich auf Scania begrenzt zu haben. Dies sei ein Ergebnis der mit den deutschen Gewerkschaften vereinbarten Arbeitsplatzgarantie für MAN-Werke in Deutschland. MAN überschätze damit die möglichen langfristigen Synergien eines Zusammenschlusses, hieß es weiter. Scania sei außerdem in der Lage, eine weitere Sonderausschüttung - inklusive der regulären Dividende - vorzunehmen, die 50 Kronen pro Aktie entspreche.
MAN-Chef Hakan Samuelsson hatte vergangene Woche sein offizielles Angebot für Scania veröffentlicht und war dabei unverändert beim bisherigen Übernahmepreis geblieben. Schwedische Investoren hatten eine Aufbesserung der Offerte verlangt. (ar/Sm) Letzte Änderung: 25.11.2006
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