New York 2010: Mercedes-Benz SLS AMG GT3 für Motorportkunden
Mit dem SLS AMG GT3 startet die Mercedes-Benz-Tochter AMG in ein neues Geschäftsfeld: Es umfasst die Entwicklung, die Produktion und den Vertrieb von Kundensportfahrzeugen. Von vorn zeigt der GT3-Rennwagen eine neue Frontschürze mit größeren Lufteinlässen: Die breite Öffnung unterhalb des charakteristischen Kühlergrills mit dem großen Mercedes-Stern und der flügelförmigen Querfinne versorgt den Motorölkühler und die Bremsscheiben mit Kühlluft. Die gleiche Funktion haben die beiden Einlässe unterhalb der vertikal ausgerichteten Bi-Xenon-Scheinwerfer. Für Abtrieb an der Vorderachse sorgt neben den vier außen angebrachten, so genannten Flics auch der Carbon-Frontsplitter: Er geht direkt in die glatte Unterbodenverkleidung über, an die sich der Heckdiffusor anschließt.
Die Motorhaube verfügt über eine zentrale Öffnung zum Ableiten der Motorwärme. Aus den seitlichen Öffnungen in den vorderen Kotflügeln entweicht die Luft aus den Radhäusern. Zur Gewichtsoptimierung kommen an Seiten- und Heckfenster besonders leichte Polycarbonatscheiben zum Einsatz, auf Wunsch auch an der Windschutzscheibe.
Vorn wie hinten wurden die Kotflügel verbreitert, um Platz für die großen Rennreifen zu machen. Mit 1990 Millimetern ist die GT3-Karosserie um gut 50 Millimeter breiter als die des serienmäßigen SLS AMG. Die neuen Seitenschweller verfügen über Öffnungen zur Kühlung der hinteren Bremsanlage. Am unteren Ende der Schweller ist der glatte Unterboden sichtbar. In der B-Säule findet der genormte Tankstutzen für die Schnelltankanlage Platz. Der 120 Liter große Kraftstofftank sitzt in zentraler Position hinter dem Fahrer.
Hinten thront ein breiter Heckflügel aus Karbon; er ist vielfach verstellbar. In der neuen Heckschürze sind zwei Öffnungen zur Entlüftung der hinteren Radhäuser angebracht.Als Verlängerung des glatten Unterbodens steigt der Karbon-Heckdiffusor im Bereich der Hinterachse kontinuierlich an und sorgt durch seine Form für Abtrieb. Im Heckdeckel integriert ist die vom Reglement vorgeschriebene Regenleuchte - sie muss vom Fahrer bei schlechter Witterung stets eingeschaltet werden.
Wie vom FIA-GT3-Reglement vorgeschrieben, entspricht der AMG 6,3-Liter-V8-Motor nahezu dem des Serienfahrzeugs. Dank seines geringeren Gewichts wird der GT3 die guten Beschleunigungswerte des Serienfahrzeugs - 3,8 Sekunden für den Spurt von null auf 100 km/h - deutlich unterschreiten; die Höchstgeschwindigkeit beträgt je nach Übersetzung über 300 km/h. Im Gegensatz zur Serie ist im SLS AMG GT3 ein Sechsgang-Renngetriebe mit
sequenzieller Schaltung für die Kraftübertragung verantwortlich. Der Fahrer wechselt die Gänge mithilfe zweier Schaltpaddles am Lenkrad.
Im Innenraum findet sich ein Rennsport-Schalensitz Platz mit Sechspunktgurt sowie das HANS-System (Head and Neck Support), das den Helm bei einem Unfall definiert fixiert und so das Verletzungsrisiko minimiert. Für zusätzliche Sicherheit sorgt der Überrollkäfig aus Stahl. Das Lenkrad verfügt über einen Schnellverschluss, um den Ein- und Ausstieg zu erleichtern. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 01.04.2010
Mercedes-Benz in New York 2010: Vielleicht sein letzter Auftirtt fr AMG - Volker Mornhinweg mit dem AMG SLSA GT3.
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