Niedersachsen will Anteil an VW aufstocken

Das Land Niedersachsen will seinen Anteil an Volkswagen aufstocken, um seine Interessen bei Europas größtem Autobauer zu wahren. Das meldet die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" unter Berufung auf Regierungskreise. "Wenn es keine andere Möglichkeit gibt, die VW-Betriebsstandorte zu schützen, wäre das der richtige Weg", sagte Hermann Eppers (CDU), Chef des Wirtschaftsauschusses im Niedersächsischen Landtag, der Zeitung.

Bisher hat das Land Niedersachsen aufgrund des so genannten VW-Gesetzes eine Sperrminorität bei VW. Da das Gesetz aber voraussichtlich Mitte 2007 von der EU gekippt wird, müsste das Land seine Anteile auf 25,1 Prozent aufstocken, um seinen Einfluss zu behalten. Niedersachsen ist mit knapp 20 Prozent nach Porsche größter Anteilseigner an VW. Eine Satzungsänderung ließe sich nur verhindern, wenn das Land mindestens 25,1 Prozent der VW-Anteile hielte. Die Satzung schreibt unter anderem Wolfsburg als Stammsitz fest und sichert die niedersächsischen Werksstandorte Hannover, Braunschweig, Emden und Salzgitter.

Wie Niedersachsen den vermutlich dreistelligen Millionen-Betrag zur Aufstockung der Anteile aufbringen will, ist unklar. Eppers nannte als Möglichkeit eine strategische Allianz mit anderen Anteilseignern, um die Interessen des Bundeslandes zu wahren. (ar/sb) Letzte Änderung: 10.11.2006









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