Nissan: Mit Draht Gewicht sparen und Raum gewinnen
Beim EA2 werden alle wichtige Fahrzeugkomponenten wie die Lenkung, Bremsen und Getriebe nicht mehr über mechanische oder hydraulischen Verbindungen und Leitungen angesteuert, sondern über elektrische Kabel. Damit fallen nicht nur die Leitungen, sondern gleichzeitig auch viele großvolumige Bauteile - wie zum Beispiel der Bremskraftverstärker - können damit wegfallen. Damit ergeben sich nicht nur Vorteile beim Gewicht. Mit der geschickten Verwendung des eingesparten Raums sind auch neue Karosserie- oder Innenraumkonzepte möglich.
Indem die Entwickler des japanischen Herstellers bei ihrem EA2 die konventionellen mechanischen Verbindungen beim Bremssystem und der Lenkung durch by-Wire-Komponenten ersetzt wurden, erhielten sie neben einer Gewichtseinsparung auch zusätzlichen Platz im Innenraum, ohne die Fahrzeugaußenmaße zu verändern. Im EA2 ließ sich so eine zusätzliche dritte Sitzreihe einbauen. Gelenkt wird im Konzeptfahrzeug über ein vergleichsweise kleines Volant, das vom Fahrer wenig Krafteinsatz abverlangt und für den leichten Ein- und Ausstieg verschoben werden kann.
Das Brake-by-Wire-System nutzt anstelle von Bremskraftverstärkern, Bremsleitungen und hydraulischen Zylindern ebenfalls die elektrischen Verbindungen. Das Ergebnis sind neben einem Platzgewinn auch kürzere Pedalwege und ein sicherer Innenraum, weil das Bremsgestänge fehlt, das bei einem Zusammenprall nicht in den Fußraum eindringen könnte.
Insgesamt konnte Nissan mit den By-Wire-Systemen die Innenraumlänge des EA2 im Vergleich zum Serienmodell um 110 Millimeter auf insgesamt 2600 Millimeter strecken. Der Einsatz des By-Wire-Systems bei der Getriebesteuerung ermöglicht die Installation einer verschiebbaren Mittelkonsole, wodurch sich der Bewegungsraum für Fahrer und Beifahrer verändern lässt. (ar/Sm) Letzte Änderung: 04.05.2008
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