Obama Motors steht: Insolvenzverfahren für GM wird heute beendet
Die neue GM wird nur noch 48 Mrd US-Dollar Schulden haben anstelle von 176 Mrd US-Dollar. Die Zahl der Mitarbeiter sinkt von 91 000 auf 68 500, die Anzahl der Marken von acht auf vier, die Zahl der Händler von 5900 auf 3600. US-Präsident Barak Obama installierte Edward E. Whitacre Jr, einen ehemaligen Top-Manager von AT&T im Board des neuen Unternehmens. Er war von der Auto-Task-force des Präsidenten vorgeschlagen worden und soll dem aktuellen GM-Management streng auf die Finger schauen. In einem ersten Gespräch mit GM-Chef Frederick (Fritz) Henderson hat Whieacre - wie er berichtete - dem Management die großen Erwartungen der US-Administration erläuterte.
Eine erste Sitzung des neuen Boards ist für Anfang August geplant. Es hat den Anschein, dass der Aufsichtsrat bei der Besetzung des GM-Vorstands den Vorschlägen von Fritz Henderson folgen wird. Danach wird Bob Lutz (77) im Board für die Entwicklungsstrategie verantwortlich bleiben. Die US-Regierung, die nun 60 Prozent des neuen GM-Unternehmens besitzt, will noch in diesem Monat vier weitere Mitglieder für das 13-köpfige Board of Directors benennen. Ein weiteres Mitglied wird von der kanadischen Regierung benannt werden, die zwölf Prozent an der neuen GM hält. Stephen Girsky wird die Auto-Gewerkschaft United Auto Workers (UAW) in diesem Geremium vertreten. UAW hält 17,5 Prozent an der neuen GM-Gesellschaft. Die neuen Mitglieder des Boards werden in aller Regel die Mitglieder ersetzen, die besonders eng mit dem alten GM-Chef Rick Wagoner zusammengearbeitet haben. Sechs Mitglieder des alten Boards werden auch im neuen an Bord blieben, darunter Neville Isdell, der ehemalige Coca Cola-Chef, Kent Kresa, ehemals Chef von Northrup Grumman, der ehemalige Ernst & Young-Chef Phil Laskawky.
Die vier Marken, die in der neuen GM-Company unterkommen, sind Chevrolet, Cadillac, Buick und GMC. Verkauft werden Hummer, Saturn, Saab und Pontiac. (ar/Sm) Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 10.07.2009
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