Opel-Arbeitnehmer wollen günstiger als in China produzieren

Opel-Betriebsratschef Klaus Franz will dem Mutterkonzern General Motors (GM) bei den Arbeitskosten entgegen kommen. "Ich habe dem GM-Management vorgeschlagen, dass die nächste Generation des Chevrolet Epica zum Preis der Materialkosten in Rüsselsheim gebaut werden kann", sagte Franz der Branchenzeitung "Automobilwoche". Damit könnte das Mittelklassemodell der GM-Billigmarke Chevrolet in Rüsselsheim günstiger als in China produziert werden.

Dieses Angebot wird laut Franz durch das "Korridormodell" ermöglicht, das flexible Wochenarbeitszeiten vorsieht und Bestandteil des Zukunftsvertrags bis 2018 ist. So kann jede der drei Schichten im Stammwerk bis zu 15 Samstage pro Jahr zusätzlich unentgeltlich arbeiten. Bis zu 30.000 Autos für den Bedarf in Westeuropa könnten so von den 6000 Opel-Werkern in Rüsselsheim zusätzlich gebaut werden.

Noch in diesem Jahr startet dort die Produktion von Fahrzeugen auf der neuen Mittelklasse-Plattform mit dem internen Namen Epsilon. Den Anfang macht im Spätsommer der Opel Insignia als Stufen- und Fließheck. Später folgen der Caravan, die Saab-Modelle 9-3 und 9-5 sowie ein Saab-Kombi. Ursprünglich war auch die Fertigung des nächsten Saab 9-3 Cabrio für Rüsselsheim vorgesehen. Da dieses Modell künftig auf der Global-Delta-Architektur aufbaut, wird das Cabrio voraussichtlich im schwedischen Trollhättan gebaut. Diese Entscheidung beeinträchtigt laut Franz jedoch nicht die Planung, Rüsselsheim ab 2011 mit 275 000 Autos pro Jahr vollständig auszulasten. (ar/Sm) Letzte Änderung: 23.03.2008









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