Opel dementiert FAZ-Meldung und stellt Aussage von Nick Reilly richtig

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung präsentiert derzeit auf ihrer Internetseite einen zusammenfassenden Interviewtext aus einem Gespräch mit Nick Reilly, dem Chef von GM International Operations. Die Schlagzeile "GM-Europa-Chef Reilly will alle Standorte von Opel erhalten" geht auf die Fehlinterpretation einer Interview-Aussage zurück. Reilly hat deutlich gesagt, dass es verschiedene Wege gibt, strukturelle Kosten abzubauen, dass er aber über Details noch nicht sprechen möchte. Auf die Frage "Wie viele Fabriken müssen Sie schließen?" antwortete Reilly: "Wir "müssen" überhaupt keine Standorte schließen. Was wir tatsächlich tun müssen, ist einen Teil der Kapazität abzubauen. Wir müssen einen Teil der strukturellen Kosten abbauen. Und es gibt verschiedene Wege, dies zu tun. Es geht nicht notwendigerweise um ganze Werke. Über die Details möchte ich noch nicht sprechen. Aber wenn wir zehn Werke haben und wollen 20 Prozent der Kapazität abbauen, heißt das nicht, dass wir zwei Fabriken schließen müssen."

Mit dem Wort "müssen" wollte Reilly zum Ausdruck bringen, dass die erste Aufgabe darin besteht, Kapazitäten abzubauen, die konkrete Entscheidung, mit welchen Maßnahmen dies gemacht werden soll, aber erst den zweiten Schritt darstellt. Reilly bleibt bei seiner mehrfach gemachten Aussage, dass zu konkreten Entscheidungen momentan noch nichts gesagt werden kann. Einen konkreten Plan hat Reilly bis Mitte Dezember in Aussicht gestellt.

Rüsselsheim (ots) Letzte Änderung: 19.11.2009









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