Opel kann auf Hilfe hoffen

Nach dem gestrigen Treffen (17.11.2008) der Firmenspitze mit Bundeskanzlerin Angela Merkel kann Opel auf Hilfe vom Staat hoffen. Die Bundesregierung will bis Weihnachten über eine Bürgschaft entscheiden. Der Rüsselsheimer Autobauer fürchtet derzeit, von der drohenden Insolvenz des Mutterkonzern General Motors mitgerissen zu werden. Auch einige Bundesländer, in denen Opel Standorte hat, haben ihre Unterstützung zugesagt.

Die Bundesregierung betrachtet Opel wegen der Anbindung an die US-Mutter als Sonderfall und will keinen Präzedenzfall für andere Autohersteller schaffen. Eine der Bedingungen für die Bürgschaft ist, dass kein Geld aus dem Hilfspaket an GM fließt. Die Konzernmutter hat ihrer deutschen Tochter ein Sparprogramm in Höhe von 750 Millionen Euro verordnet und sucht dringend Geld. So hat General Motors gestern bekannt gegeben, seinen Anteil von drei Prozent an Suzuki für 230 Millionen US-Dollar wieder an den japanischen Hersteller zurückgegeben. Nach Angaben von Europa-Chef Carl-Peter Forster fehlen Opel durch die drohende GM-Pleite zurzeit rund eine Milliarde Euro. (ar/jri) Letzte Änderung: 18.11.2008

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