Opel: Neuer Glanz für altes Prunktstück
Um aus der unansehnlichen Technikruine wieder das blitzende Prunkstück von damals zu machen, war harte Arbeit nötig. In vielen Einzelschritten zerlegten die Azubis der Technischen Berufsausbildung der Adam Opel GmbH den Motor in seine Einzelteile, reinigten und schliffen sie und bauten Teile wie zum Beispiel die Zündkerzen nach. Im Anschluss wurden sämtliche Teile poliert, lackiert und zum Teil verzinkt - für die Auszubildenden in rund 1 400 Arbeitsstunden die Gelegenheit, Technikgeschichte hautnah zu erleben.
Die guten Beziehungen zur Familie des luftfahrtbegeisterten Großherzogs von Hessen brachten Opel 1911 den Auftrag zur Herstellung des ersten Flugmotors ein. Nur wenige Jahre später baute das Unternehmen den 200 PS starken, 314 Kilogramm schweren "A.S. III. O.", wobei A.S. für Argus und O. für Opel steht. Sechs Zylinder brachten das Triebwerk auf 1.470 Umdrehungen pro Minute und der aus fein gemasertem Holz nachgebaute Propeller, mit rund 2,5 Metern Länge, verlieh dem Triebwerk ein imposantes Aussehen. (ar/hg) Letzte Änderung: 20.02.2007
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