Opel startet Brennstoffzellen-Test in Berlin

Opel startet in Berlin einen groß angelegten Alltagstest mit Brennstoffzellenfahrzeugen. Er ist Teil des bislang größten Feldversuchs von Konzernmutter General Motors mit Wasserstoffantrieb. So basiert das Hydrogen4 getaufte Fahrzeug auf dem amerikanischen Chevrolet Equinox. Weltweit kommen über 100 Autos dieses Typs zum Einsatz. In der Vergangenheit diente Opel der Zafira als Versuchsträger.

Der Brennstoffzellen-Stapel (Stack) des Hydrogen4 besteht aus 440 in Reihe geschalteten Zellen, in denen Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Luft reagiert. Der elektrochemische Prozess erzeugt Strom ohne Verbrennung. Aus dem Auspuff kommt lediglich Wasserdampf. Die vom Stack erzeugte Energie treibt einen 73 kW/100 PS starken Elektromotor an. Damit beschleunigt der Hydrogen4 in zwölf Sekunden von null auf 100 km/h und erreicht 160 km/h Höchstgschwindigkeit.

Das Brennstoffzellen-Fahrzeug ist mit einer 1,8 kWh starken Puffer-Batterie ausgestattet, um elektrische Lastspitzen abzudecken und die aus dem regenerativen Bremssystem gewonnene Energie zu speichern. Die drei Hochdrucktanks aus Kohlefaserverbundwerkstoff können bei einem Druck von 700 bar 4,2 Kilogramm Wasserstoff aufnehmen. Damit ist eine Reichweite von bis zu 320 Kilometern möglich.

In Berlin nehmen neun Firmen an dem weltweiten Testprogramm teil ADAC, Allianz, Springer-Verlag, Coca-Cola, Hilton, Linde, Schindler, Total und Veolia werden den Opel Hydrogen4 nutzen. (ar/jri) Letzte Änderung: 26.11.2008









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