Opel-Werk Bochum muss Stellen abbauen

Einen Tag nach der Produktionszusage der kommenden Astra-Generation für das Werk Bochum wird deutlich, dass der Standort trotzdem mit Einschnitten rechnen muss. Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel räumte ein, dass von den derzeit 4900 Beschäftigten nur noch 3200 benötigt würden. Bestätigt hat Opel entsprechende Pläne aber noch nicht. Zunächst war in Presseberichten nur von 400 Stellen die Rede, die wegfallen könnten.

Grund für die Stellenstreichungen ist die Steigerung der Produktionseffektivität um mehr als ein Drittel, die das Management erreichen will. In den Verhandlungen mit dem Betriebsrat wurde vereinbart, dass die Produktion eines Fahrzeuges statt 24 künftig nur noch 15 Stunden dauern soll, um Kosten zu senken und die Gewinnspanne vor allem beim Volumenmodell Astra zu verbessern.

Damit könnte Bochum gemeinsam mit dem Werk Antwerpen zu den Verlierern der Sparpläne gehören. Das belgische Werk wird künftig nicht mehr an der Astra-Produktion beteiligt sein, es gibt Überlegungen, Modelle von Chevrolet dort zu bauen. Fest steht aber bereits jetzt, dass eine komplette Schicht wegfällt. GM-Europachef Carl-Peter Forster hatte gestern gesagt, dass 1400 Stellen abgebaut werden müssten. Die Verhandlungen mit den Gewerkschaften über einen sozialverträglichen Stellenabbau sollen demnächst beginnen. Darauf muss sich auch Bochum einstellen. "In Bochum wird es einige Jobs kosten, wie viele, können wir nicht sagen", erklärte Forster. (ar/os) Letzte Änderung: 18.04.2007









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