Opel-Werk in Bochum wird nicht geschlossen
Forster zufolge haben die europäischen Opel-Werke eine Überkapazität von bis zu 230 000 Einheiten jährlich. Das entspricht der Produktion eines Werkes wie Bochum oder Antwerpen. Der Abbau von Stellen hängt von der Vergabe der Produktion der neuen Astra-Generation ab, die ab 2010 auf den Markt kommen wird. Um die Fertigung des Opel-Bestsellers bewerben sich die Standorte Bochum, Antwerpen, Trollhättan, Gliwice und Ellesmere Port.
Angeblich haben die Gewerkschaften in Bochum finanzielle Zugeständnisse in dreistelliger Millionenhöhe gemacht, um Werksschließungen zu vermeiden und den Astra weiter fertigen zu können. Forster sagte dem Blatt, Europa sei weiter ein "schwieriges Feld", weil der Markt stagniert sei. Dennoch rechne er für GM Europe mit schwarzen Zahlen auch im Jahr 2007. Im vergangenen Jahr hatte die die Europa-Division nach sieben Jahren wieder einen Gewinn eingefahren. Der Nettogewinn nach Steuern betrug 227 Millionen Dollar (172 Millionen Euro). Forster bestätigte auch erstmals den Bau eines neuen Flaggschiffs, das sich aber deutlich von den klassischen Stufenhecklimousinen der Konkurrenz abheben soll. Ein Hinweis, dass eine Form ähnlich der des Signum zum Einsatz kommen könnte.
Forster sprach sich in der "Auto Zeitung" zudem deutlich für den Fortbestand der Marke Saab aus. Dazu will GM die Modellpalette erweitern. Ein SUV und ein Crossover sollen ebenso kommen wie ein Kompaktfahrzeug, das auf der Plattform des künftigen Astra rollen könnte und dann mit dem BMW 1er, dem Audi A3 oder dem Volvo C30 konkurieren würde. (ar/os) Letzte Änderung: 16.04.2007
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