Peugeot 307 WRC bei der Rallye Mexiko
"Wir wollen in Mexiko siegen", erklärt der zweimalige Weltmeister Marcus Grönholm, zur Zeit Zweiter der WM-Tabelle. "Wir haben bei den ersten beiden Einsätzen den vierten und zweiten Platz belegt, doch bei beiden Events haben wir geführt und hätten noch besser abschneiden können. Die Tests, bei denen ich mich auf Abstimmung von Fahrwerk und Getriebe konzentriert habe, liefen sehr gut. Ich glaube, wir haben gute Einstellungen gefunden, mit denen wir beim Schotter-Debüt des 307 WRC konkurrenzfähig sind." Auch Corrado Provera, der Direktor von Peugeot Sport, ist optimistisch. "Bei den ersten beiden Einsätzen der Saison waren die Zeiten sehr ermutigend", erklärt er. "Wir haben mit dem Fahrzeug einen weiteren Schritt vorwärts gemacht. Wir glauben, dass der Peugeot 307 WRC siegen kann, aber wir wollen nicht zu optimistisch sein, denn das Fahrzeug steht erst am Anfang seiner Entwicklung. Ab der Rallye Neuseeland im April werden einige technische Evolutionen zum Einsatz kommen."
Timo Rautiainen: "Die Arbeitstage werden jetzt sehr lang"
Ab Mexiko wird das Training verkürzt. Was denken Sie darüber?
"Von den neuen Regeln ist dies die schlimmste für die Beifahrer. Denn die Zeit, die uns fürs Training zur Verfügung steht, wurde auf ein Minimum reduziert. Die Arbeitstage werden zu lang! Ich bin besorgt, weil wir auch in der Dunkelheit unterwegs sind. Seitdem die maximale Anzahl der Trainingsrunden reduziert wurde, machen wir Video-aufnahmen von den Prüfungen. Doch die Bilder, die wir bei Dunkelheit aufnehmen, sind nutzlos. Im Dunklen und im Staub der vorherigen Fahrzeuge zu trainieren, erlaubt uns keine vernünftige Arbeit. Unter solchen Arbeitsbedingungen passieren schnell folgenschwere Fehler."
Ist es leichter, sich auf eine Veranstaltung vorzubereiten, die Sie auswendig kennen, wie zum Beispiel die Rallye Schweden?
"Das hängt davon ab, wie viele Prüfungen neu sind. In Schweden wurden von den 19 Prozent neuen Strecken bereits einige Teilstücke in der Vergangenheit gefahren, deshalb konnte ich Teile von alten Aufschrieben nutzen. Diese Papiere zusammen zu stellen, dauerte etwa fünf Stunden. Schwieriger ist die Rallye Akropolis, wo man mit sehr vielen alten Teilstücken jonglieren muss. Das ist in Mexiko kein Problem, dort brauchen wir nur viele frische Aufschriebbücher."
Und wie unterscheidet sich die Arbeit während der Rallyes?
"Überraschenderweise ist die Gefahr größer, einen Fehler bei einer Rallye zu machen, die man gut kennt. Denn eine Zeitkontrolle ist vielleicht zum ersten Mal nach Jahren an einer anderen Stelle aufgebaut oder man kommt aus der Gegenrichtung hin. Man muss jede Rallye behandeln, als sei sie neu und alles systematisch prüfen. Bei einem neuen Lauf wie Mexiko wird die Erfahrung, die das Team 2002 mit Harri Rovanperä gewonnen hat, sicherlich hilfreich sein."
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Peugeot bei der Rallye Mexiko
Die Rallye Mexiko zählt in der Saison 2004 erstmals zur Rallye-WM. Trotzdem war Peugeot dort in der Vergangenheit erfolgreich: Bei einem Probelauf auf den Schotterstrecken triumphierte 2002 Harri Rovanperä mit einem Peugeot 206 WRC. Letzte Änderung: 05.03.2004
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