Pilotversuch: Weniger CO2-Emissionen mit neuem Diesel aus Palmöl
Der Feldtest zeigt, dass bei der Verbrennung des aus hydrierten Pflanzenölen (HVO) hergestellten Dieselkraftstoffs im Motor deutlich weniger Schadstoffe ausgestoßen werden. So sinken zum Beispiel die Stickstoffemissionen um bis zu 15 Prozent. Positiv ist insbesondere die CO2-Gesamtbilanz: Vom nachhaltigen Anbau des im Pilotversuch verwendeten Rohstoffs Palmöl über dessen Verarbeitung bis zum Einsatz im Fahrzeug sinken die CO2-Emissionen um mehr als 60 Prozent im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen.
Das gemeinsame Projekt ist für drei Jahre bis 2011 ausgelegt und verfolgt das Ziel, die Anwendbarkeit eines neuen Dieselkraftstoffs aus erneuerbaren Rohstoffen zu testen und zu zeigen, welche CO2-Einsparungen in der Praxis mit Serienfahrzeugen möglich sind. Im Laufe des Feldversuchs sollen die Nutzfahrzeuge der Marke Mercedes-Benz insgesamt 3,3 Millionen Kilometer fahren und dabei über 2000 Tonnen CO2-Emissionen einsparen. Während dieser Zeit sind insgesamt zehn Mercedes-Benz-Lkw bei der Deutschen Post DHL im Raum Nürnberg unterwegs.
Eine Studie von Deutsche Post DHL hat ergeben, dass beim Gütertransport auf der Straße gut 80 Prozent aller CO2-Emissionen auf Mittel- und Langstrecken zustande kommen. Laut Schätzungen wird sich bis zum Jahr 2020 das Transportaufkommen auf solchen Strecken sogar noch verdoppeln.
Damit der verwendete Dieselkraftstoff NExBTL die hohen ökologischen Anforderungen erfüllt, hat der finnische Ölkonzern Neste Oil sehr strenge Regeln für die Produktion der Rohstoffe aufgesetzt. (ar/nic)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 09.06.2009
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