Pkw-Maut würde hunderte Verkehrstote kosten

"Es gibt die Zusage der Bundeskanzlerin, dass sie keine Pkw-Maut will. Es ist an der Zeit, die Gesprächspartner bei den Koalitionsverhandlungen zur Ordnung zu rufen und alle Maut-Gedankenspiele zu stoppen", fordert am Montag ADAC-Vizepräsident für Verkehr Ulrich Klaus Becker. Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in einem Interview mit der Clubzeitschrift "Motorwelt" (September-Ausgabe) zugesagt, dass eine Straßenbenutzungsgebühr nicht auf dem Programm einer von ihr geführten Bundesregierung stehe. In den Koalitionsgesprächen zwischen CDU und FDP steht eine Pkw-Maut aber offenbar auf der Tagesordnung.

Der Club warnt eindringlich vor den negativen Folgen einer Pkw-Maut auf die Verkehrssicherheit. Wenn die Autobahnen auch für Pkw mautpflichtig werden, müsse mit erheblichen Verlagerungen des Verkehrs auf mautfreie Straßen gerechnet werden. Würden 20 Prozent der Autofahrer auf die unsichereren Landstraßen abweichen, wäre pro Jahr mit mehreren hundert Verkehrstoten zusätzlich zu rechnen.

Der Club weist außerdem darauf hin, dass die Kosten, die der Pkw-Verkehr im Straßennetz verursacht, durch Steuern und Abgaben bereits heute vierfach gedeckt sind. Es fehle somit nicht am Geld, sondern lediglich am politischen Willen, die vorhandenen Mittel in stärkerem Maße als bisher für den Erhalt und den Ausbau der Fernstraßen einzusetzen, so der AdDAC. (ampnet/Sm)

Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 12.10.2009









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