Porsche beruhigt Volkswagen-Belegschaft
In dem offenen Brief bekennen sich Porsche-Chef Dr. Wendelin Wiedeking und stellvertretender Vorstandsvorsitzender Holger Härter zu allen geltenden Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen bei VW. Beide betonen, man habe sich bei der neuen Porsche Holding bewusst für eine Aktiengesellschaft SE nach europäischem Recht entscheiden. Man hätte das neue Unternehmen auch ins Ausland verlagern können und damit die Arbeitnehmervertreter aus dem Aufsichtsrat heraushalten können.
Porsche ist mit 31 Prozent größter Anteilseigner bei VW. Nach der Gründung der neuen Porsche Holding SE hatte es Streit um die Mitbestimmung gegeben. Der VW-Betriebsrat sieht sich benachteiligt, da er mit drei Vertretern genauso viel Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat stellt wie Porsche mit nur einem Dreißigstel der Beschäftigten.
Für weitere Verunsicherung bei den Volkswagen-Mitarbeitern hatte die Entscheidung des europäischen Gerichtshof im Oktober gesorgt, nach der das so genannte VW-Gesetz nicht EU-konform ist. Die aus dem Jahr 1960 stammende Abmachung sah vor, dass kein Anteilseigner bei VW mehr als 20 Prozent Stimmrecht haben darf, egal wie viele Aktien er besitzt. Davon war vor allem Porsche betroffen. VW-Mitarbeiter befürchteten darauf hin eine Übernahme des Konzerns durch den Sportwagenhersteller. (ar/jri) Letzte Änderung: 14.11.2007
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