Porsche beschwert sich in Brüssel über VW-Gesetz

Der interne Machtkampf bei Volkswagen spitzt sich zu. Heute wurde bekannt, dass sich Porsche-Chef Wendelin Wiedeking schriftlich bei der EU-Kommission und der Bundesregierung über das so genannte VW-Gesetz beschwert hat. Porsche sieht sich als größter Anteilseigner mit 27,4 Prozent durch das Gesetz eingeengt. Unterdessen wurde bekannt, dass ein Gutachten zum VW-Gesetz voraussichtlich am 13. Februar vorgelegt wird.

Nach einer Ergänzung wie in solchen Fällen üblich wird Mitte 2007 mit einem Urteil gerechnet. Experten gehen davon aus, dass die EU das VW-Gesetz kippt, weil es gegen europäisches Recht verstößt. Das Gesetz stammt aus den 60er Jahren und regelt unter anderem, dass kein Aktionär von Volkswagen mehr als 20 Prozent der Stimmrechte ausüben darf. Dadurch soll eine feindliche Übernahme erschwert werden. Porsche sieht sich dadurch benachteiligt und will seinen Einfluss seinem Aktienanteil entsprechend ausüben. Unter anderem soll die Zahl der Vertreter im Aufsichtsrat von zwei auf drei erhöht werden. (ar/sb)
Letzte Änderung: 12.12.2006









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