Porsche-Holding bereitet Katar-Einstieg vor
Die Abwertung führt zu einer erheblichen buchhalterischen Ergebnisbelastung. Dennoch verbessert die Porsche SE mit der Veräußerung der Optionsstruktur ihre Liquiditätssituation. Dem Unternehmen würden dann Barmittel in einer Größenordnung von über einer Milliarde Euro zufließen, die aktuell als Sicherheit für die Optionsstruktur hinterlegt sind. Mit der Erhöhung der VW-Beteiligung auf 50,76 Prozent am 5. Januar 2009 war Porsche verpflichtet, die Volkswagen AG voll zu konsolidieren und eine so genannte Kaufpreisallokation durchzuführen. Unter dem Strich dürften die beiden Maßnahmen im Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2008/2009 voraussichtlich zu einem Ergebnis vor Steuern von bis zu minus fünf Milliarden Euro führen.
Die Abwertung der Optionsgeschäfte und die Folgewirkungen der erstmaligen Vollkonsolidierung des Volkswagen-Konzerns stell rein buchhalterische Vorgänge dar. Es ergeben sich auch keine Auswirkungen auf den Bilanzansatz der von der Porsche Automobil Holding SE gehaltenen 50,76prozentigen Beteiligung an den Stammaktien der Volkswagen AG. Der große Vorteil dieser Maßnahmen für die Porsche SE liegt darin, dass die Abwertung der Optionsgeschäfte die zur Verfügung stehenden liquiden Mittel deutlich erhöht. Darüber hinaus liegt die Eigenkapitalquote von Porsche nach diesen Maßnahmen bei 23 Prozent. (ar/Sm)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 29.07.2009
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