Porsche will bis zu 31 Prozent von Volkswagen
Porsche verfügt damit über eine jederzeit ausübbare Option zum Kauf von bis zu 3,7 Prozent der VW-Stammaktien. Bei Überschreiten der Stimmrechtsschwelle von 30 Prozent ist ein Pflichtangebot an alle VW-Aktionäre fällig. Porsche will in diesem Fall nur den gesetzlichen vorgeschriebenen Mindestpreis anbieten. Dieser beläuft sich, laut Porsche, voraussichtlich auf 100,92 Euro." Von Übernahmespekulationen getrieben war der Kurs am Freitag um mehr als sechs Prozent auf 117,70 Euro nach oben gesprungen.
Meldungen, Porsche wolle Volkswagen übernehmen, bezeichnete ein Unternehmenssprecher als "Fehlinterpretation". Porsche wolle bei VW lediglich die Beteiligungsschwelle von 30 Prozent überschreiten, um damit ein Pflichtangebot zur Übernahme auszulösen "und von dem Moment an jede Freiheit zu haben, zu reagieren".
Porsche beabsichtigt, eine Holding-Struktur aufzubauen, mit der die Trennung des operativen Geschäfts von der Beteiligungsverwaltung erreicht werden soll. Das Unternehmen plant die Ausgliederung des operativen Geschäfts von Porsche in eine 100prozentige Tochtergesellschaft. Diese Gesellschaft soll unter dem bisherigen Firmennamen Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG den bestehenden Geschäftsbetrieb des Sportwagenbauers weiterführen. Die dann als Holding agierende Gesellschaft soll n eine europäische Aktiengesellschaft 'Societas Europaea (SE)' umgewandelt werden.
Der Onlinedienst der Frankfurter Allgemeinen meldet, das Land Niedersachsen wolle das angekündigte Pflichtangebot von Porsche ablehnen und Hauptaktionär des Wolfsburger Konzerns bleiben. "Angesichts der weltweiten Herausforderungen ist es ein Segen, dass die Volkswagen AG mit der Porsche AG und dem Land Niedersachsen zwei verlässliche, stabile Aktionäre hat", erklärte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff. Niedersachsen ist mit rund 20 Prozent zweitgrößter Aktionär. (ar/Sm) Letzte Änderung: 24.03.2007
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