Proton: Warten auf Gespräch mit Volkswagen

Der staatlich gelenkte malaysische Autobauer Proton wartet nach Angaben des Premierminister Abdullah Ahmad Badawi auf ein Gespräch mit Volkswagen über eine Beteiligung an dem Unternehmen. Die "Automobilwoche" zitiert den Premier mit den Worten: "Ich warte auf ein Treffen mit dem Chef", ohne den VW-Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn beim Namen zu nennen. "Er hat das Gespräch gesucht. Ich gehe davon aus, dass er in Kürze kommen wird."

Ende vergangener Woche wurde zwischenzeitlich vermeldet, VW habe die Gespräche mit Proton ohne Einigung beendet. Volkswagen hat hochrangige Gespräche über eine mögliche Zusammenarbeit eingeräumt. Bei der Suche nach einem Partner für das angeschlagene Unternehmen hat der malaysische Staat schon einige Bewerber verschlissen. Derzeit sind noch Volkswagen und General Motors als mögliche Partner im Gespräch, PSA hat eigenen Angaben zufolge aufgegeben. Auch Mitsubishi und der chinesische Autobauer Chery waren im Gespräch, stiegen aber wieder aus den Verhandlungen aus.

Volkswagen verhandelt schon seit geraumer Zeit über eine Kooperation. Ursprünglich sollten bereits in 2005 Bausätze von VW bei Proton montiert und in diesem Jahr 15 000 Fahrzeuge aus dieser Fertigung in Malaysia verkauft werden. Volkswagen hatte dann jedoch Anfang 2006 die vor mehr als einem Jahr vereinbarte strategische Zusammenarbeit mit Proton wieder aufgelöst. Laut dem damaligen VW-Chef Bernd Pischetsrieder waren die Vorstellungen über eine Kooperation auf Seiten der malaysischen Regierung, der an Proton beteiligten staatlichen Investmentholding "Khazanah" und Proton selbst nicht mit den Plänen der Wolfsburger zu koordinieren. (ar/os)
Letzte Änderung: 02.04.2007









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