Ratgeber: Das Wild wird wieder vermehrt zur Gefahr
Die Tiere sind zu dieser Jahreszeit auf Deckungssuche, da abgeerntete Felder an Wiesen oder Waldrändern keinen Schutz mehr bieten. Zur Futtersuche, auch entlang vieler Alleen, queren Schwarz- und Rotwild, sowie Füchse oder Hasen immer wieder die Straßen. Besonders in der Dämmerung oder bei Nebel ist in den kommenden Wochen deshalb Vorsicht geboten, mahnt der ADAC. Für alle Verkehrsteilnehmer gilt: Mit angepasster Geschwindigkeit, vorausschauend und vorsichtig fahren, sowie immer ausreichend Abstand zum Vordermann halten. Taucht ein Reh am Straßenrand auf, sollte sofort der Fuß vom Gas genommen werden, denn ein Wildtier kommt selten allein.
Kann dem Tier nicht mehr ausgewichen werden, müssen nach der Kollision die Warnblinker eingeschaltet, das Warndreieck aufgestellt und auf alle Fälle die Polizei verständigt werden. Die informiert den Revierinhaber, der das getötete oder verletzte Tier von der Straße nimmt und eine Unfallbescheinigung für die Schadenregulierung mit der Kaskoversicherung ausstellt. Getötetes Wild mitzunehmen ist strafbar und wird als Wilderei mit Geld- oder Haftstrafe bis hin zur Beschlagnahme des Fahrzeugs geahndet.
Auch wenn ein Tier nur angefahren wurde und wieder verschwindet, ist die Polizei zu informieren. In solchen Fällen muss aus Gründen des Tierschutzes der Jäger das verletzte Tier suchen und es von seinen Schmerzen erlösen. Der ADAC warnt davor, angefahrene Tiere nach einem Unfall anzufassen, da sie noch auskeilen oder mit Tollwut infiziert sein können. (ampnet/jri)
Peter Schwerdtmann Letzte Änderung: 07.10.2009
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