Razzia bei VW-Mitarbeitern

Volkswagen könnte möglicherweise von einer neuen Korruptionsaffäre betroffen sein. Gestern haben Mitarbeiter des Landeskriminalamtes (LKA) Niedersachsen insgesamt 29 Wohnungen und Büros in Deutschland und Südfrankreich durchsucht, nachdem sie im Internet anonyme Hinweise auf Bestechung erhalten hatten. Allein in Niedersachsen wurden 17 Wohnungen durchsucht. Unter Verdacht steht ein 49 Jahre alter Geschäftsführer eines Zulieferers, der mindestens fünf VW-Mitarbeiter bestochen haben soll, um Aufträge zu sichern.

Volkswagen erklärte, die Ermittlungen der Behörden zu unterstützen. Ein unter Verdacht stehender Mitarbeiter sei bereits freigestellt worden, drei weitere seien bereits im Ruhestand. Einer anderer Mitarbeiter sei im Ausland beschäftigt. Auch in Südfrankreich fanden vier Durchsuchungen statt, zwei davon bei Steuerberatern.

Das Ausmaß der möglichen Bestechung lässt sich dem LKA zufolge noch nicht abschätzen. Ob es sich um Zuwendungen durch Einladungen in Nobelrestaurants und zu Reisen handele oder auch Geld geflossen sei, ist unklar. Die Auswertung des Daten werden voraussichtlich mehrere Monate dauern. (ar/os) Letzte Änderung: 11.05.2007









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