Reifenprofil: Fünf Prozent lagen nah am Limit oder darunter

Jeder zehnte der rund 2200 Autofahrer, die die bundesweite Aktion "Wash & Check" der Initiative Reifen-Sicherheit nutzten, war noch auf Winterreifen unterwegs. Fünf Prozent aller Fahrzeuge hatten mangelhafte Bereifung, wobei fehlende Profiltiefe an erster Stelle stand. Bei rund 30 Autos lag sie unter der gesetzlichen Mindesttiefe von 1,6 Millimetern.

An 20 Waschstraßen in 17 Städten hatte die Initiative Reifen-Sicherheit des Deutschen Verkehrssicherheitsrates im Juni Autofahrern eine kostenfreie Reifenüberprüfung angeboten. Die Teilnehmer ließen sich nicht nur zeigen, wie sie schnell und einfach selbst die Profiltiefe messen können, sondern auch wie man das Alter von Pneus erkennt.

Winterreifen sind zwar im Sommer nicht verboten, doch sie geben bei wärmerer Witterung weniger Sicherheit. Außerdem nimmt der Abrieb der für niedrigere Temperaturen konzipierten Reifen zu, so dass die Haltbarkeit abnimmt. Gleichzeitig klettern Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß.

Die Quote von fünf Prozent für Fahrzeuge mit mangelhafter Bereifung werten die Initiatoren eher positiv. Knapp 100 Autos hatten eine Profiltiefe nah an der Verschleißgrenze, 30 Autos waren hingegen mit abgefahrenen Reifen unterwegs.

Zur eigenen Sicherheit sollten Sommerreifen bei einer Profiltiefe ab drei Millimetern ausgetauscht werden. Ab drei Millimetern Profiltiefe nimmt die Haftung bei nasser Fahrbahn ab und der Bremsweg wird länger. Aquaplaning tritt bei geringer Profiltiefe auch schon bei niedrigen Geschwindigkeiten und gerade im Sommer auf. (ar/jri) Letzte Änderung: 14.07.2007









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